Dokumente des Schreckens 60 neue Beschreibungen in der Datenbank Tierversuche seien nicht schlimmer als eine Injektion, wird oft behauptet. Ein Blick in unsere Datenbank beweist das Gegenteil. Auch die heute neu hinzugefügten 60 Beschreibungen von Tierversuchen sind an Grausamkeit kaum zu überbieten. Die Datenbank-Dokumente beruhen auf den Veröffentlichungen der Experimentatoren selbst. Nichts ist erfunden. Man kann davon ausgehen, dass die Realität noch weitaus schlimmer ist, als die »neutral-sachliche« Wissenschaftssprache preisgibt. In der Universitätsaugenklinik Tübingen werden für einen einzigen Tierversuch gleich 40 Katzen »geopfert«, wie es im Fachjargon heißt. Den Tieren werden 23 Tage lang über eine Schlundsonde tiermedizinische Antibiotika eingegeben - in 6- bis 10facher Überdosierung. Einmal wöchentlich erfolgt eine Augenuntersuchung. Am letzten Behandlungstag werden die Katzen getötet. Die Augen werden entnommen und untersucht. Hier werden also mal eben 40 Katzen massakriert, um längst zugelassene Medikamente noch mal »nachzutesten«. (Dokumenten-ID 3889) Die jahrelange Qual der durstenden Affen in der Hirnforschung ist inzwischen hinlänglich bekannt. Den Tieren wird ein Bolzen auf dem Schädel verankert, an dem ihr Kopf unbeweglich angeschraubt wird. Sie werden permanent durstig gehalten, damit sie für ein paar Tropfen Saft alles machen, was von ihnen verlangt wird. In einen Primatenstuhl geschnallt und mit fixiertem Kopf müssen sie auf einen Bildschirm blicken und Hebel betätigen, während durch ein Bohrloch im Schädelknochen Nervenimpulse im Gehirn gemessen werden. (Siehe Kampagne »Stoppt Affenqual in Tübingen«). Magdeburger Experimentatoren setzen diesen Grausamkeiten noch eins drauf. Zur Fixierung des Kopfes wird nicht, wie andernorts üblich, ein kleiner Metallbolzen verwendet, sondern ein riesiges, helmartiges Gestell, das sich über die ganze obere Kopfhälfte zieht. Der Kopfhalter aus einem nicht genannten Material besteht aus drei Bögen. Ein Bogen befindet sich über der Stirn, einer am Hinterkopf und der dritte verbindet beide Bögen auf der Mittellinie des Schädels miteinander. Die Vorrichtung wird mit sechs Stahlschrauben auf dem Schädelknochen fixiert. Wer weiß, welch schreckliche Dauerkopfschmerzen allein schon das groteske Gebilde verursacht. (Dokumenten-ID 3876) Affen sind nicht die einzigen Tiere, die in der Hirnforschung leiden müssen. In Bochum werden Tauben verwendet. Als »Trainingsmethode« wird ebenfalls Wasserentzug eingesetzt. Die Tiere bekommen außerhalb der Trainingssitzung nichts zu trinken. Der Kopf einer Taube wird an einem auf dem Schädel implantierten Gestell unbeweglich angeschraubt. Das Tier muss lernen, den unteren Schnabel zu bewegen oder nicht zu bewegen, wenn auf einem Bildschirm bestimmte Symbole auftauchen. Für eine richtige Antwort gibt es einen Tropfen Saft in den Mund geflößt. Die Tauben werden schließlich getötet. (Dokumenten-ID 3919) In einem anderen Fall aus Magdeburg werden Wüstenrennmäuse (Gerbils) durch Elektroschocks »trainiert«. Die Tiere müssen bei Ertönen eines akustischen Signals über eine Wand im Käfig springen. Tun sie es nicht oder springen sie, obwohl kein Ton ertönt, gibt es zur Strafe über das Bodengitter einen Stromschlag. Gleichzeitig werden über zuvor in das Gehirn implantierte Drähte Hirnströme gemessen. (Dokumenten-ID 3886) Toxoplasmose ist eine Krankheit, die beim Menschen und bei verschiedenen Tierarten vorkommt und über die es Regalwände voller Veröffentlichungen gibt. Aber wer lange genug sucht, wird schon noch irgendein Detail finden, dass man mal untersuchen könnte. In diesem Fall werden normale und genetisch veränderte Mäuse mit Toxoplasma gondii durch Injektion in die Bauchhöhle infiziert. Die genetisch veränderten Mäuse sterben alle kläglich innerhalb von 50 Tagen. Bei den normalen Mäusen stirbt »nur« die Hälfte. Die Überlebenden werden schließlich auch getötet. (Dokumenten-ID 3867) Bei vielen Dokumenten muss man die Zurechnungsfähigkeit der Experimentatoren in Frage stellen. In Göttingen werden 18 Merinoschafe an der Schulter operiert. Die Sehne des Muskels, der für die Rotation der Arme zuständig ist, wird abgeschnitten und anschließend an der gleichen Stelle wieder angenäht. Dabei sollen zwei unterschiedliche chirurgische Techniken verglichen werden. Nach einigen Wochen werden die Tiere getötet. Ist denn niemandem aufgefallen, dass Schafe im Gegensatz zum Menschen, ihre Vorderbeine nicht rotieren können? Der Muskel hat beim Schaf also eine ganz andere Funktion und ist anderen Belastungen ausgesetzt, als beim Menschen. Die Ergebnisse aus diesem Experiment sind daher von vornherein wertlos. (Dokumenten-ID 3892) Diese Dokumente des Schreckens beschreiben Tierversuche, die nicht irgendwo an anonymen Orten zu unbestimmter Zeit durchgeführt wurden. Nein! Sie wurden hier bei uns in Deutschland genehmigt und durchgeführt und in den letzten Jahren veröffentlicht.
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