Unsinn Tierversuch Ratten, die als Babys viel essen, sind auch als Erwachsene dick Heute wurden wieder 50 aktuelle Dokumente der Datenbank hinzugefügt. Oftmals sind Fragestellung und Ergebnis der dokumentierten tierexperimentellen Arbeiten derart banal, dass man sich fragen muss, wie so etwas genehmigt werden konnte. In einer Doktorarbeit aus Bad Nauheim werden die Würfe von Ratten auf jeweils vier Babys reduziert, d.h. die »überschüssigen« Geschwister werden getötet. Die verbleibenden vier Babys nehmen mangels Konkurrenz mehr Nahrung zu sich. Andere Rattenbabys werden einzeln in Plastikkästen künstlich aufgezogen. Über einen permanent in die Speiseröhre gelegten Plastikschlauch wird eine Milchmischung in den Magen der Tiere gepumpt. Ergebnis der Arbeit: Ratten, die als Babys viel essen, sind auch als Erwachsene dick. (1) Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ist in der Tat ein Problem. Aber würden hier nicht eher Bevölkerungsstudien zu sinnvollen Erkenntnissen führen? Experimentatoren aus Aachen wollten wissen, wie sich die roten Blutkörperchen nach körperlicher Ertüchtigung verändern. Junge (10 Wochen) und alte (30 Wochen) Ratten müssen eine Stunde bei einer Geschwindigkeit von 20m/min laufen. Unmittelbar vor und nach dem Laufen wird den Tieren eine Blutprobe aus der Schwanzvene entnommen. (2) Anstatt einige Freiwillige ein wenig Fahrrad fahren zu lassen und Blutproben zu entnehmen, müssen wieder einmal Tiere herhalten. Das Tabakrauchen Lungenkrebs und zahllose andere Leiden hervorruft, ist nun wirklich nicht neu und dass Tierversuche zur Entwicklung von Tabakerzeugnissen in Deutschland verboten sind, auch nicht. Dennoch werden immer noch unzählige Ratten und andere Tiere in aller Welt, auch in Deutschland, in sinnlosen Rauchexperimenten gequält. In einer im Jahr 2006 publizierten Arbeit werden 116 Ratten fünfmal die Woche, jeden Tag zweimal für eine Stunde in eine Kammer gesteckt, aus der nur die Nase herausschaut. Die Nase befindet sich in einem mit Rauch gefüllten Raum. Zwischen den beiden Stunden Rauchatmung können die Tiere 30 Minuten frische Luft atmen. Die Prozedur wird je nach Gruppe 2, 7 oder 13 Wochen lang durchgeführt. Dann werden die Tiere getötet. Durchgeführt und teilfinanziert durch Philip Morris Research Laboratories GmbH, Köln. (5) Immer wieder dokumentieren wir in unserer Datenbank auch Tierversuche, die durchgeführt wurden, obwohl klinischen Studien am Menschen zum gleichen Thema längst vorliegen. In Gießen wird durch Injektion von Salmonellen-Bestandteilen in die Blutbahn von Ratten ein Blutvergiftungsschock ausgelöst. Es werden verschiedene Behandlungsmethoden getestet. Tatsächlich - eine Testsubstanz hilft den Tieren. Wie erfreulich! Allerdings war diese im Tierversuch wirksamen Substanzen in bereits durchgeführten klinischen Studien am Menschen wirkungslos. (3) Wenn dieses schon bekannt ist, wozu werden dann trotzdem noch Tiere auf so grausame Weise gequält? In einer Arbeit aus Bonn werden verschiedene Arten von Tränenkanal-Stents in Tierversuchen verglichen, dünne Kunststoffröhren, die entlang des Tränenkanals vom inneren Augenwinkel zur Nase führen. Diese werden beim Menschen zum Teil schon seit den 90er Jahren eingesetzt. Bei den Kaninchen setzen sich einige der Stents zu und die Tiere entwickeln schwere Tränensackentzündungen mit eitrigem Ausfluss und geröteten, wässrigen Augen. Bei einigen Tieren sind die Symptome so schwerwiegend, dass sie nach zwei Monaten, vor Abschluss der Experimente, getötet werden. Die Autoren führen dies auf die schlechten hygienischen Bedingungen bei der Tierhaltung zurück, die natürlich »nicht mit der Behandlung menschlicher Patienten verglichen werden könne«. Die restlichen Kaninchen werden drei Monate später getötet. (4) Wozu diese Quälerei für Behandlungsmethoden, die beim Menschen längst etabliert sind? Die in der Datenbank dokumentierten Tierversuche werden nicht nach besonderer Sinnlosigkeit oder Grausamkeit ausgewählt. Sie stellen einen Querschnitt durch die in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten tierexperimentellen Arbeiten dar. Jeder Leser kann sich selbst ein Bild davon machen, was hier und heute mit Tieren zum angeblichen Wohle des Menschen geschieht.
(1) Dokumenten-ID: 3569 (2) Dokumenten-ID: 3532 (3) Dokumenten-ID: 3573 (4) Dokumenten-ID: 3562 (5) Dokumenten-ID: 3550 |