Das Ammenmärchen vom nützlichen und harmlosen Tierversuch Darauf hatte die Welt schon lange gewartet: die spektakuläre Antwort auf die brennende Frage, welche Nervenbahnen die Schnurrhaarbewegungen bei der Ratte bewirken. Genau dies nahmen sich Experimentatoren aus Heidelberg zum Ziel. Sie spritzten Ratten einen blauen Farbstoff in die Schnurrhaaransätze. Dieser markiert die Nervenbahnen vom Schnurrhaar zum Gehirn. Nach fünf Tagen wurden die Tiere getötet, um die blau gefärbten Nervenbahnen zu untersuchen (1). Die Tierversuchslobby will uns weis machen, dass Tierversuche unumgänglich seien, um neue Behandlungsmethoden für gefährliche Krankheiten zu entwickeln. Unsere Internet-Datenbank belegt, dass dies nicht der Fall ist. Auch die 50 heute neu eingespeisten Beschreibungen von Tierversuchen sind ein weiterer Beweis, dass die Behauptung, Tierversuche seien nützlich und harmlos, nichts weiter als ein Ammenmärchen ist. Nervenbahnen kann man nicht nur von der einen Seite, sondern auch von der anderen her verfolgen. Also schneiden die Heidelberger Max-Planck-Forscher Ratten unter leichter (!) Betäubung den Schädel auf. Mit Elektroden wird im Gehirn der Tiere herumgestochert, bis sich die Schnurrhaare der Ratte bewegen. An die Stellen im Gehirn, die Schnurrhaarbewegungen auslösen, werden bestimmte Viren injiziert. Der Kopf wird wieder zugenäht. In den folgenden vier Wochen markieren die Viren die Nervenbahnen. Die Ratten werden getötet. Wozu sollen Erkenntnisse über die Schnurrhaare der Ratte gut sein? Müssen wir wirklich wissen, wie das Gehirn von Igeltanreks, kleinen Insektenfressern aus Madagaskar (2), oder Hufeisennasen-Fledermäusen (3) strukturiert ist? Sollen wirklich über 1.700 Ratten allein in einem Versuch geopfert werden, um die xte Sonnenmilch zu testen (4)? Brauchen wir Versuche an Kälbern, um herauszufinden, warum sich der Verzehr von Tomaten positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt (5)? Gibt es denn nichts Wichtigeres auf der Welt, als zu erforschen, wie Affen Gesichter und Stimmen unterscheiden (6)? Und was um alles in der Welt treibt Forscher dazu, den Knall von Gewehrschüssen neben den Ohren von Meerschweinchen abzuspielen, um ihr Gehör zu zerstören (7)? Unsere Datenbank dokumentiert das tägliche Leid in deutschen Versuchslabors, macht die perfiden Ideen der Experimentatoren öffentlich und belegt die Unsinnigkeit der Methode Tierversuch. Quellen:1 Dokumenten-ID: 3447 3 Dokumenten-ID: 3451 4 Dokumenten-ID: 3446 5 Dokumenten-ID: 3480 6 Dokumenten-ID: 3442 7 Dokumenten-ID: 3467 Dr. Corina Gericke
|