Durchbruch bei Tierversuchen in der Neurophysiologie

N.Y. Das Spitzenforschungsteam Glimscher, Ciaramitaro, Platt, Bayer, Brown und Handel am Center for Neural Sciences ( Neurologische Wissenschaften ) an der New York University, 4 Washington Place, 809 10003, New York, N.Y. USA hat einen bedeutsamen Durchbruch in der neurologischen Grundlagenforschung angekündigt.

In ihrer Darlegung im »Journal of Neuroscience Methods« vom 30. Juli 2001 führen die Wissenschaftler aus, dass die mit Tierversuchen arbeitenden Neurophysiologen sich nicht länger der Methoden bedienen müssten, die 1908 eingeführt worden sind. Sie können statt dessen jetzt zu den gleichen Methoden greifen, die die moderne Medizin seit Jahren bei der praktischen Arbeit in Kliniken benutzt.


Das New York University-Team schreibt:

»Als Horsley und Clark die stereotaktische Technik erfanden (1908), revolutionierten sie die experimentelle Neurobiologie. Es wurde zum ersten Mal möglich, durch die Einführung von Sonden an präzisen Stellen innerhalb des Schädels wiederholbare experimentelle Untersuchungen und chirurgische Eingriffe vorzunehmen. Leider war diese Technik aber immer nur begrenzt tauglich, da die Position und Größe der neuroanatomischen Strukturen innerhalb des Schädels stark variiert. »Das Team zeigte sich erstaunt, dass die Medizin so weit fortschreiten konnte, obwohl sie sich einer hundert Jahre alten Technik mit ihren limitierten Möglichkeiten bedient.«

»Kommerziell verfügbare Ultrasonargeräte, die für die Pädiatrie hergestellt werden, ermöglichen auch uns, anatomische Strukturen in Primatenhirnen mit Präzisionsgenauigkeiten unterhalb der Millimetergrenze sichtbar zu machen. Überdies schränkt die ultrasonare Visualisierung das Risiko ein, versehentlich größere Blutgefäße zu beschädigen und reduziert erheblich die Gefahr eines Gehirnschlags, der oft die unbeabsichtigte Folge eines experimentellen neurochirurgischen Eingriffs ist.«


Wiedergegeben von Leon Bernstein
 
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