Welche Gründe sprechen gegen Tierversuche?
Warum gibt es keine Bilder aus den Versuchslabors?
Warum finde ich in Ihrer Datenbank nichts über Kosmetik-Tierversuche?
Wo erhalte ich tierversuchsfreie Kosmetik?
Wie kommen Sie an die Informationen über Tierversuche?
Wie aktuell sind die Angaben in der Datenbank?
Warum ist die Datenbank in der Öffentlichkeit nicht bekannter?
Wie kann ich zur Verbreitung der Information tun? Was kann ich gegen Tierversuche tun?
Kann ich mit den Experimentatoren diskutieren? Wie komme ich an Adressen tierexperimenteller Einrichtungen?
Warum werden Tierversuche gemacht, obwohl es doch so viele tierversuchfreie Methoden gibt?
Haben die Tierversuchsgegner eigentlich schon etwas erreicht?
Sind hier alle Tierversuche in Deutschland erfasst? Warum fehlt Experimentator X?
Können die genannten tierversuchsfreien Verfahren alle Tierversuche ersetzen?Warum finde ich auf Ihrer Seite keine Argumente für Tierversuche oder Links zu Internetseiten von Tierversuchsbefürwortern, damit ich mir ein objektives Bild machen kann?
Ich schreibe ein Referat in der Schule. Können Sie mir Informationsmaterial zuschicken?



Welche Gründe sprechen gegen Tierversuche?

Die Ärzte gegen Tierversuche lehnen Tierversuche aus ethischen, medizinischen und methodischen Gründen ab:

Ethische Gründe:
Tiere, die in Versuchen eingesetzt werden, kennen Freude und Trauer, sie empfinden Schmerz und Angst. Sie haben ein Recht darauf, vor menschlicher Gewalt und Willkür geschützt zu werden. Das Quälen und leidvolle Töten von Tieren ist moralisch verwerflich. Selbst wenn Tierversuche einen Nutzen hätten, was nicht der Fall ist, wären sie ethisch nicht zu rechtfertigen. Bloßes Nützlichkeitsdenken kann und darf kein ärztliches Prinzip sein. Die Verwendung von wehrlosen Tieren aller Art als Wegwerf-Messinstrumente für Forschung und Wissenschaft ist unmoralisch.

Medizinische Gründe:
Die Krankheiten des Menschen können durch Tierexperimente weder in ihren wirklichen Ursachen erforscht noch geheilt werden. Das so genannte »Modell« der Krankheit am künstlich krank gemachten Versuchstier hat außer gewissen Symptomen nur wenig mit der menschlichen Erkrankung gemein, die auch psychische, genetische, ernährungs- und umweltbedingte Ursachen hat. Im Tierexperiment lassen sich diese Einflüsse - zumal in ihrer Wechselwirkung - nicht ausreichend darstellen. Die weit gehende Ausrichtung der medizinischen Forschung am Tierversuch ist eine der Ursachen dafür, dass es trotz millionenfacher Tieropfer, enormer wirtschaftlicher Investitionen und zahlreicher Versprechungen von Seiten der Wissenschaft bei der Bekämpfung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Allergien usw. keinen Durchbruch gibt.

Methodische Gründe:
Die Ergebnisse von Tierexperimenten lassen sich nicht mit der nötigen Sicherheit auf den Menschen übertragen. Das Tierexperiment kann keine wirklich verwertbare Aussage darüber machen, ob und inwieweit der menschliche und der tierische Organismus vergleichbar reagieren. Es lässt lediglich eine Hypothese zu, die durch Untersuchungen am Menschen bewertet werden muss. Vorher ist jede Aussage zur Übertragbarkeit der Ergebnisse Spekulation. Eine Folge dieser wissenschaftlich fragwürdigen Extrapolation vom Versuchstier auf den Menschen sind die vielen für sicher gehaltenen Medikamente, welche in den letzten Jahrzehnten trotz exzessiver tierexperimenteller Erprobung wieder vom Markt genommen werden mussten, weil sie beim Menschen - im Gegensatz zum Tier - schwer wiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen.


Warum gibt es keine Bilder aus den Versuchslabors?

Es ist außerordentlich schwierig an Bildmaterial von Tierversuchen zu kommen. Tierexperimente finden nach wie vor hinter verschlossenen Türen statt und die Experimentatoren lassen aus Angst vor öffentlichem Entsetzen niemanden in die Labors. Eine Auswahl von Fotos und Filmen finden Sie im »Bildarchiv« von www.aerzte-gegen-tierversuche.de.


Warum finde ich in Ihrer Datenbank nichts über Kosmetik-Tierversuche?

Tierversuche für Kosmetikprodukte sind in Deutschland gesetzlich verboten. Dennoch werden sie durchgeführt, entweder im Ausland oder die Inhaltsstoffe für Kosmetika werden als »Chemikalien« getestet. Das heißt, es ist aus einer Publikation in einem Fachjournal nicht ersichtlich, ob eine Substanz auch für Kosmetik-Zwecke an Tieren getestet wurde. Außerdem beschränkt sich unsere Datenbank auf Deutschland und Österreich. Tierversuche, die in anderen Staaten gemacht wurden, werden hier nicht erfasst. Für ausführliche Informationen zum Thema Tierversuche in der Kosmetik besuchen Sie bitte unsere Website www.tierversuchsfrei-shoppen.de


Wo erhalte ich tierversuchsfreie Kosmetik?

  • In der Positiv-Liste des Deutschen Tierschutzbundes sind Firmen aufgeführt, die keine Tierversuche durchführen und nur Inhaltsstoffe verwenden, die seit 1979 nicht mehr im Tierversuch getestet wurden.
  • Der Humane Cosmetic Standard (HCS) ist ein in Europa und den USA verbreitetes Siegel der European Coalition to End Animal Experiments und der Coalition for Consumer Information on Cosmetics. Weder Inhaltsstoffe noch Endprodukte dürfen ab einem vom Hersteller festgelegten, fixen Stichtag in Tierversuchen getestet worden sein. Die Angaben der Firmen werden durch unabhängige Kontrollinstanzen regelmäßig überprüft. Den HSC gibt es zurzeit nicht in Deutschland.
  • Links zu Online-Shops, die nach unterschiedlichen Kriterien ausgewählte, tierversuchsfreie, größtenteils auch vegane Kosmetik anbieten.


    Wie kommen Sie an die Informationen über Tierversuche?

    Alle in der Datenbank beschriebenen Tierversuche basieren auf wissenschaftlichen Publikationen. Es sind entweder Experimente, die in medizinischen Fachzeitschriften oder im Rahmen von Doktorarbeiten von den Experimentatoren selbst veröffentlicht wurden. Wir übersetzen die meist in englischem »Fachchinesisch« geschriebenen Arbeiten in verständliches Deutsch. Dabei beschränken wir uns auf die Beschreibung der Situation der Versuchstiere. Jedes Datenbank-Dokument ist ein eindeutiger Beleg dafür, was Versuchstiere heute in deutschen Laboratorien erleiden müssen.


    Wie aktuell sind die Angaben in der Datenbank?

    Die Versuchsbeschreibungen stammen aus Veröffentlichungen aus den Jahren 1995 bis heute. Man kann davon ausgehen, dass die Publikationen mit 1-2 Jahren Verzögerung erscheinen, d.h. die Versuche wurden tatsächlich 1-2 Jahre vor der in der Datenbank angegebenen Jahreszahl durchgeführt.


    Warum ist die Datenbank in der Öffentlichkeit nicht bekannter?

    Das Interesse der Öffentlichkeit an schrecklichen Dingen ist leider sehr gering. Wir sind für jegliche Unterstützung zur Verbreitung der Informationen dankbar


    Wie kann ich zur Verbreitung der Information tun? Was kann ich gegen Tierversuche tun?

    Sie können Freunde und Bekannte informieren, Leserbriefe schreiben, Protestbriefe an Politiker schreiben, Journalisten hinweisen, Unterschriften sammeln. Sie können einen Link zu unserer Datenbank auf Ihre Homepage setzen. Sie können bei lokalen Tierversuchsgegner-/Tierrechtsvereinen mitarbeiten. Sie können unsere Arbeit mit Spenden oder Mitgliedschaft unterstützen. Weitere Vorschläge, wie Sie helfen können, erhalten Sie hier.


    Kann ich mit den Experimentatoren diskutieren? Wie komme ich an Adressen tierexperimenteller Einrichtungen?

    Die meisten der genannten Institute haben Internetseiten mit E-Mail-Adressen von Ansprechpersonen, die Sie mit Hilfe von Suchmaschinen leicht finden können. Eine (unvollständige) Liste von tierexperimentellen Einrichtungen in Deutschland finden Sie in der Rubrik »Deutschland« dieser Website. Hier gelangen Sie direkt zur Adressliste


    Warum werden Tierversuche gemacht, obwohl es doch so viele tierversuchfreie Methoden gibt?

    Die in der Datenbank beschriebenen Versuche entstammen vorwiegend dem Bereich der Grundlagenforschung. Hier kann jeder Forscher weitgehehend nach Gutdünken experimentieren. Tierversuche sind in diesem Bereich seit Jahrzehnten die etablierte Methode. Neue Wege - in Form von In-vitro-Verfahren - zu beschreiten würde einem Schritt ins Ungewisse gleichkommen. Geringe Flexibilität und Tradition auf der einen Seite sowie Geld, Ruhm, Titel, Anerkennung in Fachkreisen bei einer langen Liste von Publikationen auf der anderen Seite, sind die Hauptgründe für die Beibehaltung der Methode »Tierversuch«. Im Bereich der Arzneimittelforschung sind Tierversuche zum Teil gesetzlich vorgeschrieben. Gerade in diesem Bereich gibt es zahlreiche tierversuchsfreie Methoden, jedoch verhindert die schleppende behördliche Anerkennung ihre Einführung.


    Haben die Tierversuchsgegner eigentlich schon etwas erreicht?

    Ja, es wurde bereits sehr viel erreicht. Die Zahl der Tierversuche nahm von den Anfängen der offiziellen Statistiken Ende der Achtziger Jahre bis zum Jahr 1997 kontinuierlich ab. Nach diesem Tiefpunkt stieg die Zahl jedoch leider wieder an. Doch, dass die Tierversuchszahlen zumindest bis zu dem Tiefpunkt überhaupt abgenommen haben, dass Tierversuche ein Thema in der Öffentlichkeit, in den Medien und der Politik sind, dass immer mehr Wissenschaftler sich Gedanken über andere Forschungsmethoden machen, ist einzig und allein der jahrzehntelangen Arbeit der Tierversuchsgegner zu verdanken.


    Sind hier alle Tierversuche in Deutschland erfasst? Warum fehlt Experimentator X?

    Tatsächlich ist nur ein kleiner Teil erfasst. Unsere Datenbank beinhaltet hauptsächlich Tierversuche aus dem Bereich der medizinischen und biologischen Grundlagenforschung, die an Universitäten und Max-Planck-Instituten betrieben wird. Vereinzelt sind auch Tierversuche von pharmazeutischen Unternehmen dokumentiert. Der größte Teil der bei Pharmafirmen durchgeführten Experimente wird nicht veröffentlicht, da es sich um Firmengeheimnisse handelt. Die Informationen für unsere Datenbank beziehen wir aus wissenschaftlichen Publikationen. Tierversuche, die nicht veröffentlicht werden, können von uns nicht dokumentiert werden.


    Können die genannten tierversuchsfreien Verfahren alle Tierversuche ersetzen?

    Die Datenbank tierversuchsfreier Verfahren umfasst nur einen sehr kleinen Teil dieser Methoden. Die In-vitro-Forschung (in vitro steht für »im Reagenzglas«) hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem eigenständigen Wissenschaftszweig entwickelt mit einer ungeahnten Vielfalt an Möglichkeiten Erkenntnisse an schmerzfreier Materie zu gewinnen. Und das Potential ist noch längst nicht ausgeschöpft. Ein großer Teil der Tierversuche kann schon heute durch solche modernen Systeme ersetzt werden. Viele Tierversuche brauchen zudem nicht ersetzt zu werden, da sie schlichtweg überflüssig sind. Mehr über die Unsinnigkeit von Tierversuchen und die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschungsmethoden finden Sie unter www.aerzte-gegen-tierversuche.de).


    Warum finde ich auf Ihrer Seite keine Argumente für Tierversuche oder Links zu Internetseiten von Tierversuchsbefürwortern, damit ich mir ein objektives Bild machen kann?

    Die Tierversuchslobby hat sehr viel mehr Geld und auch sehr viel mehr Möglichkeiten ihre Sichtweise zu verbreiten. Sie lassen keine Gelegenheit aus Tierversuche in der Öffentlichkeit als »notwendig« hinzustellen. Immer wieder erscheinen Meldungen über die angeblich bahnbrechenden Errungenschaften, die uns die tierexperimentelle Forschung in Kürze bescheren wird, auch wenn sich diese bei genauerem Hinsehen als »hohle Luft« erweisen. Die ethischen und wissenschaftskritischen Argumente der Tierversuchsgegner haben gegen die übermächtige Lobby einen schweren Stand. Daher bieten wir der Befürworterseite auf unserer Internetseite bewusst kein Forum.


    Wie kann es sein, dass die in der Datenbank dokumentierten Grausamkeiten von der »Ethikkommission« genehmigt wurden?

    Tierversuche werden nicht von der »Ethikkommission« genehmigt, sondern von der zuständigen Behörde, meist den Regierungspräsidien. Die »Ethikkommission« steht der Genehmigungsbehörde lediglich beratend zur Seite. Die Zusammensetzung der Kommission ist in § 15 des Tierschutzgesetzes festgelegt. Die Minderheit besteht aus Tierschützern, die Mehrheit aus Wissenschaftlern, von denen viele häufig selbst Tierexperimente durchführen. Durch diese unparitätische Besetzung haben die Tierschützer in der Kommission von vornherein die schlechteren Karten. Doch sollte die Kommission zu einem mehrheitlich ablehnenden Votum kommen, muss sich die Genehmigungsbehörde nicht daran halten. Derzeit lässt sich praktisch jeder Tierversuchsantrag genehmigen, und sei er auch noch so haarsträubend.


    Ich schreibe ein Referat in der Schule. Können Sie mir Informationsmaterial zuschicken?

    Allgemeine Informationen über Tierversuche sowie Ausarbeitungen zu speziellen Themen finden Sie auf unserer Internetseite www.aerzte-gegen-tierversuche.de. Dort können Sie auch gedrucktes Informationsmaterial bestellen. Einen Text, der sich als fertiges Referat für die Schule eignet, finden Sie hier.
     

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